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Schließtechnik 18. Mai 2026

Schließzylinder: Arten, Funktion und Austausch verständlich erklärt

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Schließzylinder: Arten, Funktion und Austausch verständlich erklärt

Ein Schließzylinder ist das herausnehmbare Kernstück eines Türschlosses, das durch passende Schlüssel mechanisch oder elektronisch entsperrt wird. Die wichtigsten Bauformen sind Profilzylinder, Rundzylinder und Knaufzylinder. In Deutschland regelt die DIN EN 1303 die Sicherheitsklassen von 1 bis 6.

Welche Arten von Schließzylindern gibt es?

Schließzylinder werden in vier Hauptbauformen unterschieden: Profilzylinder, Rundzylinder, Knaufzylinder und elektronische Zylinder.

  • Profilzylinder: Mit über 90 Prozent Marktanteil die dominierende Bauform – standardisiert nach DIN 18252
  • Rundzylinder: Ältere Bauform aus den 1950er Jahren, nur noch im Altbestand verbreitet
  • Knaufzylinder: Mit Drehknauf auf der Innenseite statt zweitem Schlüsselloch
  • Elektronische Zylinder: Mit Transponder, Chipkarte oder Smartphone-App statt klassischem Schlüssel

Wie funktioniert ein Profilzylinder technisch?

Ein Profilzylinder funktioniert über Stift-Zuhaltungen, die im Ruhezustand eine drehbare Innenwalze (Kern) gegenüber dem feststehenden Gehäuse blockieren. Der eingeführte Schlüssel hebt die Stifte exakt auf die Trennlinie zwischen Kern und Gehäuse an, sodass der Kern frei drehen kann.

Welche Sicherheitsstufen haben Schließzylinder?

Die DIN EN 1303 unterscheidet sechs Sicherheitsklassen von 1 bis 6, wobei höhere Zahlen mehr Schutz bedeuten. Klasse 4 ist der Mindeststandard für Wohnungseingangstüren mit Versicherungsschutz.

VdS-Stufen: VdS-Klasse A entspricht einfachem Standard, Klasse B verlangt erhöhten Schutz, Klasse BZ+ ist die höchste Stufe.

Wann muss man einen Schließzylinder wechseln?

  • Schlüsselverlust – hier ist der Austausch dringend
  • Einzug in eine neue Wohnung – Vorsichtsmaßnahme
  • Mieterwechsel in Mehrfamilienhäusern
  • Beschädigung durch Einbruchsversuch
  • Altersbedingter Verschleiß

Was kostet ein Schließzylinder?

  • Einfacher Profilzylinder: 15–35 Euro
  • Sicherheitszylinder DIN-Klasse 4: 80–180 Euro
  • Hochsicherheits-Zylinder VdS BZ+: 180–400 Euro
  • Elektronische Zylinder: ab 250 Euro

Der Einbaupreis durch einen Fachbetrieb liegt zwischen 50 und 90 Euro netto.

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